Mottenbefall erkennen – Ursachen und Tipps gegen die Schädlinge

Motten sind eine Plage. Das gilt sowohl in Lebensmitteln als auch in der Kleidung. Sie fressen hässliche Löcher in die teuren Mäntel und machen die Bettwäsche untragbar. Spätestens beim Herausholen der Winter- oder Sommersachen können böse Überraschungen passieren. Die klebrigen Gespinste sowie unregelmäßigen Löcher sind ein klarer Fall von Mottenbefall. Wie genau ein Mottenbefall verhindert werden kann und wie sie sich bestimmen lassen, soll der folgende Artikel zeigen. Außerdem gibt es hilfreiche Tipps & Tricks, um die Plage wieder loszuwerden.

 

Woran lässt sich ein Mottenbefall erkennen?

Motten können zu einer großen Plage werden. Sie zerstören die Kleidung, machen Lebensmittel ungenießbar und sehen dazu noch unheimlich aus. Doch nicht immer kann man sich sicher sein, ob es sich um einen Mottenbefall handelt. Wer sicher gehen möchte, sollte Motten bestimmen. Die ersten Anzeichen dafür können sein:

  1. -> Beschädigungen an den Textilien
  2. -> Verunreinigungen an Kleidung

Um einen besseren Überblick über die Situation bekommen zu können, sollten zunächst die verschiedenen Arten von Anzeichen unterschieden werden. Es gibt nämlich materialschädigende Motten und vorratsschädigende Motten. Die genauen Unterschiede werden im folgenden Abschnitt erklärt.

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1. Materialschädigende Motten

Material wird meist dann beschädigt, wenn die Motten bereits ausgewachsen sind. Das lässt sich an ihrer Bewegung erkennen. Ausgewachsene Motten bevorzugen es zu kriechen anstatt zu fliegen. Außerdem lässt sich der Mottenbefall an der madenähnlichen Larve erkennen. Das sind Mottenraupen. Weitere Anzeichen sind Gespinstköcher. Diese entstehen, wenn Motten darin für eine gewisse Zeit leben. Ein letztes Anzeichen sind Puppen (seidene Raupenkokons. Dort mutierten die Larven zu Motten. Beschädigungen an Teppichen müssen übrigens nicht immer vom Mottenbefall verursacht werden. Ebenfalls dafür verantwortlich sein können die Larven von Wollkrautblütenkäfer oder Pelzkäfer.

 

2. vorratsschädigende Motten

Dann gibt es noch die Motten, die es auf den Vorrat abgesehen haben. Motten in Lebensmitteln sind dabei keine Seltenheit. Die Motten sind noch relativ klein und nicht ausgewachsen. Allerdings lassen sie sich an den folgenden Merkmalen erkennen:

Zunächst einmal bauen sie feine Gespinste auf, die dem eines Spinnennetzes ähneln. Sie lassen sich in der Speisekammer und co. vorfinden. In der Regel überall dort, wo es auch Vorräte an Essen gibt. Ein weiteres Anzeichen sind versponnener Kot vom Mottenbefall. Der Vorrat kann durch diesen Befall schnell verklumpen. Einige Überreste vom Häuten sind dabei keine Seltenheit. An Verpackungen befinden sich oft Fraßspuren. Zudem können tote Motten ein weiterer Anhaltspunkt für einen Mottenbefall sein.

Generell aber ist zu sagen, dass ausgewachsene Motten nichts mehr fressen. Sie sind bereits ausgewachsen und beschäftigen sich mehr mit dem Legen von Eiern. Dadurch entwickeln sich die Larven, welche für Lebensmittel und Kleidung unappetitlich werden können. Die Schäden können dabei gewaltig sein.

 

Welche Ursachen können zu einem Mottenbefall führen?

Ursachen für einen Mottenbefall kann es viele geben. Besonders ärgerlich ist es bei Lebensmittel. Generell können die Motten auf unterschiedliche Art und Weise in den Haushalt eindringen. Bereits beim Kauf von Getreide oder Müsli besteht die Gefahr etwas mit nach Hause zu nehmen. Zu den häufigsten Ursachen gehören jedoch:

  1. => nachlässige Lagerung von Getreide und Trockenfrüchten
  2. => Vorrat wird zu wenig kontrolliert
  3. => Lebensmittel werden vor dem Kauf nicht geprüft
  4. => dreckige Wohnung

 

Wie lassen sich die Motten bekämpfen?

Der große Vorteil bei der Bekämpfung von Motten ist, dass Textilmotten keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Allerdings können sie große und unschöne Flecken in der Kleidung hinterlassen. Sobald die ersten Anzeichen auf einen Mottenbefall auftreten, sollte so schnell wie möglich gehandelt werden. Zur Bekämpfung der Motten sollten auf folgende Schritte gesetzt werden:

Schritt 1 gegen den Mottenbefall

Zunächst einmal muss der Befallsherd ermittelt werden. Das betrifft vor allem die Kleidung und andere Textilien. Sehr stark anfällig sind Klamotten, die schon seit einer längeren Zeit nicht mehr getragen wurden. Das gilt auch für Teppiche, Komoden und Zwischenwände. Dort versteckt sich meist der Ausgangspunkt von Mottenbefall.

 

Schritt 2 gegen den Mottenbefall

Nun wird mit dem Motten-Pheromonfallen begonnen. Dabei handelt es sich oft um Papier- und Pappstreifen, die mit einem Klebefilm versehen sind. Dort wird die landende Motte festgehalten. Der Stoff „Pheromon“ lockt vor allem männliche Motten an. Und ohne männliche Motten können weibliche Exemplare nicht mehr befruchtet werden. Idealerweise werden sie mit einem Staubsauger entfernt.

 

Schritt 3 gegen den Mottenbefall

Im letzten Schritt muss die Kleidung ordentlich gewaschen werden. Auch andere Textilien, die damit in Berührung gekommen sind, müssen gesäubert werden. Ebenfalls häufig befallen sind die Oberseiten von Schublade und Schrank. Dort ziehen sich die Larven zurück.

Bei den oben genannten Punkten handelt es sich lediglich um Selbsthilfe. Ebenfalls möglich sind auch „Nützling Schlupfwespe„. Sie lassen sich ebenfalls bei der Schädlingsbekämpfung einsetzen. Ansonsten ist es ratsam sich professionelle Hilfe zu suchen. Vor allem bei großen und speziellen Mottenbefall empfiehlt es sich nach Experten umzuschauen.

Ab wann ist man mottenfrei?

100 Prozent sicher kann man sich nie sein. Denn Motten können sich überall verstecken und für Ärger sorgen. Allerdings gibt es den ein oder anderen hilfreichen Trick, der für ein sauberes Zuhause sorgt. Das ist zum einen Putzen und zum anderen der Einsatz von natürlichen Feinden. Zu den natürlichen Feinden gehört wie oben bereits angesprochen die Schlupfwespe. Gründliches Putzen entzieht dem Mottenbefall jegliche Art von Leben. Am besten wird die Wäsche ausgekocht und jede Stelle im Haushalt ordentlich geputzt. So können sich die kleinen Tiere nicht vermehren und sterben aus. Das betrifft auch Lebensmittel. Sobald nur der Verdacht auf Motten besteht, sollten entsprechende Vorräte weggeworfen werden.

 

Fazit

Mottenbefall ist nicht selten und kann jedem passieren. Grundsätzlich werden dabei zwischen zwei unterschiedlichen Arten unterschieden. Die einen fressen und die anderen vermehren sich. Anzeichen kann es dafür viele geben. Ein Spinnennetz, fliegende Motten, verklumpte Lebensmittel oder Löcher in der Kleidung sind ein erstes Warnsignal. Dagegen helfen kann Putzen, das Einsetzen von natürlichen Feinden oder eine professionelle Reinigung von einem Experten. Unter Berücksichtigung dieser Punkte sollte das Zuhause mottenfrei werden und bleiben.