Teppichmotten loswerden – Wie erkenne ich Motten im Teppich?

Teppichmotten sind oftmals lästig und tauchen vor allem unerwartet in Ihrem Zuhause auf. Doch wenn Sie die ausgewachsenen Tiere entdecken, ist der Schaden meist schon durch ihre Larven entstanden. Deshalb sollten Sie schnellstmöglich handeln.

Tineola Kleider- und Teppichmotten

Woher kommen Teppichmotten und welche Arten gibt es?

Motten fliegen selbst in ihr Zuhause ein, werden aber auch oft über Gegenstände und Lebensmittel mitgebracht. Die Eier der Larven sind so klein, dass diese nicht gesehen werden, bis die Larven geschlüpft sind. Es gibt diverse Mottenarten. Zunächst wird aber zwischen den sogenannten „echten Motten und den „Zünsler-Arten“ unterschieden. Echte Motten sind Kleidermotten oder auch Teppichmotten. Es handelt sich hierbei um ein und dieselbe Motte, die auch als Textilmotte bezeichnet wird. Lebensmittelmotten gehören wiederum zu den Zünslern.

Teppichmotten sind ca. 6-9 Millimeter große Falter, die je nach Nahrung glänzende, hellgelb bis dunkelbraune Flügel besitzen. Sie erkennen die Teppichmotten auch an ihrem taumelndem Flug. Meist sind diese Motten abends unterwegs. Während sie sich in der Natur in Tier- und Vogelnestern niederlassen, finden sie sich in menschlichen Behausungen oft in Kleiderschränken und Teppichen wieder. Dort fühlen sie sich am wohlsten, da die Umweltbedingungen sehr gut sind.

 

Wie lange leben Teppichmotten?

Eine ausgewachsene Motte hat eine Überlebensdauer von ca. 2 Wochen. Trotzdem zieht sich ein Mottenbefall aufgrund der Verpuppungszeit der Larven über Wochen und Monate. Somit kann ein erfolgreich bekämpfter Befall erneut auftreten.

 

Warum Teppichmotten Schädlinge sind und welcheProbleme sie verursachen können

Sobald Teppichmotten den Weg in Ihr Zuhause gefunden haben, profitieren sie von den behaglichen Umständen und es bilden sich Mottennester. So können im Idealfall mehrere Generationen an Larven innerhalb eines Jahres entstehen. Diese kleinen Raupen gelten als die Hauptschädlinge, denn obwohl sie die Naturfasern oder auch synthetisches Gewebe eigentlich nicht verdauen können, fressen sie sich durch Kleidungsstücke und Teppiche und zerstören diese damit. Woll- und Seidenteppiche sind besonders gefährdet, da diese von den kleinen Schädlingen bevorzugt werden.

 

Wie können Sie den Befall von Teppichmotten erkennen?

Leider erkennen Sie den Befall von Teppichmotten meist erst, wenn Sie auf die ausgewachsenen Tiere stoßen. Doch dann ist der Schaden meist schon durch deren Larven entstanden. Sie müssen also unbedingt handeln, sobald Sie auf diese Tiere stoßen. Weitere Anzeichen für den Mottenbefall sind zudem:

  • Kleine Löcher oder auch dünne Stellen in Teppichen oder Kleidungsstücken
  • Hüllen der Larven, da diese sich bis zur Verpuppung mehrmals häuten
  • Dunkle Kotkrümel auf dem Teppich
  • Die Larve an sich. Sie ist jedoch meist nur 1 mm groß, wächst aber bis zu 1 cm

Schäden durch Teppichmotten

Gibt es Vorbeugemaßnahmen um einen Befall zu verhindern?

Fliegengitter an Türen und Fenstern

Vor allem im Sommer bei offenen Türen und Fenstern, haben die Motten oftmals ein leichtes Spiel nach drinnen zu gelangen. Um die Schädlinge von ihrem Heim fernzuhalten, können Fliegengitter helfen. Wenn keine Teppichmotten eindringen können, lässt sich ein Befall vermeiden.

 

Regelmäßiges und gründliches absaugen der Teppiche

Achten Sie darauf, ihre Teppiche regelmäßig zu säubern und abzusaugen. Gerade wenn sich ein Teil des Teppichs unter einem Schrank oder Sofa befindet, ist es ebenfalls wichtig, diesen zu reinigen. Die Larven der Teppichmotten lassen sich teilweise gut wegsaugen, in Hochflor Teppichen haben sie jedoch mehr halt und können meist nicht komplett entfernt werden. Kleine Teppiche lassen sich auch gut abklopfen und ein wenig im Freien in der Sonne lagern. Hitze ist ebenfalls ein gutes Mittel gegen die Teppichmotten.

 

Setzen Sie Düfte ein, die Teppichmotten hassen

Es ist bestätigt, dass die Teppichmotten Düfte wie Lavendel oder Zedernholz meiden. Setzen Sie Duftstäbchen oder Duftöle ein in den Räumen, in denen ihre Teppiche ausliegen.

 

Stellen Sie Pheromonfallen auf

Dies hilft zwar nicht gegen die Larven, jedoch gegen die befruchteten Männchen.

 

Was tun, wenn es zum Befall mit Teppichmotten gekommen ist?

Sollte es zu einem Befall gekommen sein, müssen sie die Motten nachhaltig bekämpfen. Hierfür gibt es eine Reihe an Möglichkeiten:

  • Isolieren Sie erstmal den Teppich in einem Textilfreien Raum
  • Saugen Sie den Teppich von beiden Seiten gut ab und wechseln Sie den Beutel danach
  • Hitze hilft gegen die Larven. Legen Sie den Teppich in die Sonne, dies ist vor allem im Sommer effektiv
  • Sollten Sie im Besitz einer Sauna sein, können Sie den Teppich auch saunieren. So lassen sich die Motten im Teppich töten
  • Kälte hilft eben so gut. Im Winter kann es helfen, den Teppich ein paar Tage bei Minustemperaturen zu lagern.
  • Setzen Sie Schlupfwespen im Raum mit dem befallenen Teppich aus, denn diese gehören zu den größten Feinden der Motten und sind für Mensch und Tier ungefährlich.
  • Verwenden Sie ein chemisches Mittel mit einem Insektizid. Lassen Sie sich diesbezüglich am Besten im Fachhandel beraten. Oftmals müssen Sie die Vorgänge mit diesen Mitteln wiederholen und für eine ausreichende Belüftung sorgen.

Teppichmotte Tapetenmotte Nahaufnahme

Wann sind Sie wieder Mottenfrei?

Wenn Sie die nötigen Maßnahmen zur Tötung der Larven vorgenommen und diese so weit entfernt haben, führen Sie in den darauf folgenden Wochen Kontrollen durch. Auch eine Begutachtung ihrer Kleiderschränke ist sinnvoll, da sich die Teppichmotten auch gerne in ihrer Kleidung niederlassen. Wiederholen Sie die Reinigungsvorgänge und treffen Sie Vorbeugemaßnahmen, bis sie sich sicher sind, dass die Schädlinge aus ihrem Zuhause verschwunden sind. Durch die Larvenentwicklung kann dies jedoch ein paar Monate ihrer Zeit in Anspruch nehmen. Bleiben Sie konsequent, nur so lassen sich die Teppichmotten dauerhaft entfernen.

Letzte Aktualisierung am 17.11.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API