Eulenfalter – Bei dieser Schmetterlingsfamile ist Vorsicht geboten

Eulenfalter am Baumstamm

Der Eulenfalter, auch Noctuidae genannt, gehört zu der großen Familie der Schmetterlinge. Es gibt etwa 5000 Arten von Schmetterlingen und sie kommen in allen Höhenstufen und Klimazonen vor. Sie können eine Flügelspannweite von 14 bis 300 Millimetern erreichen, wobei die ca. 300 europäischen Arten nur auf ca. 20 bis 60 Millimeter Flügelspannweite kommen. Sind die Flügel zusammen gefaltet ähnelt das Tier einem abstorbenen vertrockneten Blatt.

Der Eulenfalter gehört zu der Klasse Insekten und ernährt sind von Obst, Nektar Beeren und Blut. Unter den in Südostasien beheimateten Eulenfalter sind auch Blutsauger mit einem längeren Stechrüssel. Sie dringen damit in die Haut ein um an die Nahrung zu kommen. Menschen und auch verschiedene Säugetierarten dienen als Wirt und für die Menschen gilt der Eulenfalter als Überträger von verschiedenen Krankheitserregern. Die Formen und Farben der Eulenfalter sind sehr unterschiedlich, genau wie die Lebensweisen.

Die Grundfärbung der Eulenfalter ist unauffällig, grau oder braun mit verschiedenen Augenflecken oder Musterungen. Es gibt bei den Eulenfaltern aber auch Sorten, deren Flügel mit Punkten, Flecken und Linien in leuchtenden Farben übersät sind. Der Körperbau der Eulenfalter ist mittelmäßig bis kräftig und er ist robust und widerstandsfähig. Man findet den Eulenfalter in Feuchtgebieten, auf Wiesen und in Wäldern. Bis auf ein paar Arten sind die Eulenfalter dämmerungs- und nachtaktiv. Vögel, Spinnen und Fledermäuse zählen zu den natürlichen Feinden der Eulenfalter.



Erdraupen – Larven der Eulenfalter

Erdraupen sind die Larven der Eulenfalter und auch hier gibt es viele verschiedene Sorten. Die Erdraupen haben an der Seite Längsstreifen und werden bis zu 6 cm lang. Aber wie bei dem erwachsenen Eulenfalter variiert auch bei der Raupe das Aussehen. Es gibt dicht behaarte Arten und auch kurze oder lange Haare. Die Raupe ist zu Beginn fast gar nicht zu sehen, sie häutet sich und frisst deshalb auch tagsüber.

Nachts oberirdisch fressen sie erst dann, wenn sie größer sind. Die Larven der Eulenfalter können relativ viel Schaden anrichten, die Blätter verschiedener Pflanzen werden total durchlöchert und sogar der Wurzelhals wird abgefressen. Die Pflanze verkümmert danach unmittelbar. Betroffen sind Pflanzen wie Erbsen, Kohl, Bohnen, Erdbeeren, Spinat und Zwiebeln. Aber auch Blumen wie Veilchen, Stiefmütterchen und Nelken sind betroffen.

Nach dem Fressen verpuppen sich die Larven vom Eulenfalter in einen bräunlichen Erdkokon. Einige Raupen der Eulenfalter ernähren sich von Larven anderer Schmetterlinge und sogar Kannibalen sind darunter. Setzlinge und Jungpflanzen sind natürlich besonders gefährdet, denn die Larven der Eulenfalter fressen gern am Wurzelhals und am Stengel. Selbst Gehölzsämlinge und Stauden sind den gefrässigen Raupen schon zum Opfer gefallen.

Wenn man um die gefährdeten Pflanzen wiederholt ein bis zwei Zentimeter tief hackt, stört das die Erdraupen und sie können verschwinden. Den Schädlingen vorbeugen kann man mit einer ausgeglichenen Bodenfeuchtigkeit und hier ist Mulchen und Gießen wichtig. Auch Hühner sind geeignet, sie dezimieren die Erdraupen. Zu den natürlichen Feinden zählen Fledermäuse, Amseln und Spitzmäuse, aber auch Maulwürfe und Igel können helfen. Eine weitere Abhilfe ist das Ausgraben der Larven oder sich nachts auf die Lauer legen und abklauben. Bei großer Nässe gehen junge Raupen von alleine ein.

Eulenfalter am Obst

Eulenfalter Abgrenzung zum Zünsler/Buchbaumzünsler

Wie der Eulenfalter, so gehört auch der Zünsler zu der Familie der Schmetterlinge. Die Schmetterlingsfamilie wird den Nachtfaltern zugeordnet und es gibt ca. 6000 Arten weltweit. Mehr als 300 Arten davon findet man in Mitteleuropa, das Hauptvorkommen befindet sich allerdings in tropischen Zonen. Auch beim Zünsler ist das Artenvorkommen vielfältig und das Erscheinungsbild facettenreich.

Der Zünsler bestzt ein sehr empfindliches Hörorgan. Es ist an der Unterseite des Unterleibs angebracht und es kann Ultraschalllaute von Feinden erkennen. In Europa gelten einige Zünslerarten als erstzunehmende Schädlinge. Der Buchsbaumzünsler ist in Deutschland am bekanntesten und deren Raupen fressen die Blätter des Buchsbäume bis auf die Blattrippen auf.

Zur Bekämpfung der Plage können einige Hausmittel angewendet werden. So kann man die Raupen mit hohem Wasserdruck abspülen oder auch durch Hitze töten. Sie können weggeschnitten oder auch abgesammelt werden. Netze können die Eiablage verhinden und viele Vögel im Garten halten die Schädlinge auf niedrigem Level.

 

Eulenfalter Abgrenzung zur echten Motte

Zur Familie der Schmetterlinge gehören auch die echten Motten. Ihr Saugrüssel ist verkümmert, sie sind klein bis mittelgroß und die Flügel sind befranst und schmal. Bei ihre Raupen, die in Gespinströhren leben, gibt es auch einige Schädlinge, die Vorräte und Materialien im menschlichen Umfeld befallen. Im deutschsprachigen Raum findet man etwa 80 Arten von echten Motten, diese wiederum teilen sich auf 9 Unterfamilien auf.
 

Motten die Lebensmittel befallen

Lebensmittelmotten, Speise,- oder Küchenmotten gehören zur Familie der Zünsler und sind als Vorratsschädlinge bekannt. Die Nahrungskette der Lebensmittelmotten im Haushalt zieht sich über Reis, Mehl, Gebäck, Teigwaren über Trockenobst und Schokolade bis hin zu Instantsuppen und Gewürzen. Karton- oder Papierverpackungen stellen hier keinen Hindernis dar. Ein natürlicher Feind der Lebensmittelmotte ist der Nützling Schlupfwespe.

Mit dem Nützling Schlupfwespe gegen Motten vorgehen

Da die Motten sogar den Einsatz von Insektiziden überstehen, weil die Eier gut versteckt sind und die Larven zum größten Teil resistent gegen diese Produkte sind, ist die Schlupfwespen-Behandlung eine gute Alternative. Schlupfwespen sind die natürlichen Feinde der Lebensmittelmotte und sie kommen auch in der freien Natur vor. Sie sind winzig klein, so groß wie ein Komma und sie suchen die Motten-Eier und zerstören diese.

Dies hat den Vorteil, daß sich keine neuen Motten-Generationen entwickeln können und somit auch keine Falter und Larven. Larven und Falter, die vorhanden sind, sterben eines natürlichen Todes und auch die Schlupfwespen sterben langsam innerhalb von drei Wochen ab, denn sie können ohne Motten nicht überleben und zerfallen zu Staub.

Die Schlupfwespen-Behandlung bringt den Vorteil, es ist eine hygienische, natürliche und biologische Bekämpfung. Sie hinterlässt keine Rückstände und ist einfach in der Anwendung. Online kann man bei diversen Gartenshopseiten mit dazugehöriger genauer Beschreibung Schlupfwespen erwerben oder auch hier direkt über unsere Seite Schlupfwespen kaufen.

In der Regel erhält man bei einer Bestellung per Post kleine Kärtchen aus Karton, darin sind die Wespen enthalten. Die Kärtchen werden dann auf den Küchenregalen oder in den Kleiderschränken ausgelegt. Die Wespen schlüpfen dann nach kurzer Zeit und machen sich an die Arbeit. Die Motten müssten dann nach 9 Wochen beseitigt sein.

Fazit: Ausgewachsene Falter richten keinen Schaden an. Ihre Raupen jedoch können bei großem Aufteten erhebliche Schäden an zahlreichen Pflanzen anrichten.

Letzte Aktualisierung am 28.10.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API