Motten – Schädliche Mittbewohner mit großem Hunger

So werden Sie Kleider- & Lebensmittelmotten los – Sie gehören zu den wirklich ungebetenen Gästen zuhause und können einem den Alltag über Monate hinweg schwer machen: Echte Motten. Obwohl sie zur Familie der eigentlich so beliebten Schmetterlinge gehören, gelten sie in den eigenen vier Wänden als Schädlinge. Ihr schlechter Ruf gilt zurecht: Die Tiere machen sich an Hab und Gut zu schaffen, kontaminieren Lebensmittel oder zerfressen die Bekleidung.

motte auf weissem hintergrund

Was Sie über Motten wissen müssen und welche Maßnahmen man ergreifen kann, um die Störenfriede wieder loszuwerden, steht hier.

Was sind Motten eigentlich genau für Tiere?

Es handelt sich dabei um fliegende Insekten, die rund um den Globus vorkommen. Man geht von rund 2000 verschiedenen Arten aus. Sie alle lieben die Nähe zu uns Menschen, weil sie hier genügend Futter und Unterschlupfmöglichkeiten finden.

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Sie sind das ganze Jahr über aktiv, fallen aber insbesondere in den Sommermonaten auf. Dann vermehren sie sich häufig explosionsartig und schwirren in Küche und Kleiderschrank aufgeregt umher.

Mittlerweile hat sich eine ganze Industrie darauf spezialisiert, Schädlinge wie Kleidermotten oder Lebensmittelmotten zu bekämpfen. Wer mit den gängigen Hausmitteln gegen die Motten keinen Erfolg hat, sucht oft händeringend nach weiteren Möglichkeiten, um die Mottenplage zu beenden.

 

Welche Mottenarten gibt es zuhause?

Es gibt viele Unterarten dieses Insekts. Einige haben sich auf das Zusammenleben mit uns Menschen regelrecht spezialisiert. Dazu zählen Lebensmittelmotten wie etwa Mehlmotten oder Dörrobstmotten. Ebenso gefürchtet sind Kleidermotten oder Teppichmotten. Sie alle besiedeln immer mal wieder unsere eigenen vier Wände. Nachfolgende Abbildungen helfen dabei 6 häufig vorkommende Motten zu bestimmen.

Vorratsschädigende Lebensmittelmotten in der Küche sind:

 

Materialschädigende Motten im Haus sind:

  • Kleidermotten (Tineola bisselliella)
  • Pelzmotten (Tinea pellionella)
  • Teppichmotten
 

Sind Motten gefährlich für den Menschen?

Prinzipiell handelt es um harmlose Falter, die weder beißen, stechen noch giftig sind. Sie haben gleichwohl zwei negative Eigenschaften: Weil einige Mottenarten ihre Larven in Lebensmitteln ablegen, sind die Speisen danach ungenießbar. Die unscheinbaren Raupen hinterlassen dort Kot und Spinnfäden. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern kann zu Allergien führen. Zudem verbreiten sich einige Arten von Motten in der Wohnung. Sie befallen die Bekleidung im Schrank sowie Teppiche, Tapeten oder Möbel. Nicht selten, dass nach einem Mottenbefall ganze Möbelstücke ausgetauscht werden müssen.

 

Woran lassen sich Dörrobstmotten oder Kleidermotten erkennen?

Kleidermotten sind kleiner als ein Zentimeter und weisen eine gelbgrau Färbung der Flügel auf. Tagsüber sitzen die Tiere regungslos im Schrank. Nur bei einer akuten Störung schrecken sie auf. Dann fliegen die Schädlinge taumelnd und auffallend flatternd umher. Die Dörrobstmotte besitzt bräunlich gefärbte Flügel. Sie kann kurze Strecken geradeaus fliegen, muss dann aber pausieren. Fühlt sie sich sicher, fliegt sie auch tagsüber umher und sucht nach versteckten Winkeln, um ein Nest anzulegen.

 

Wie lässt sich ein Befall mit Motten feststellen?

Spätestens, wenn einem die ausgewachsenen Motten aufgescheucht entgegenflattern, ist der Befall eindeutig. Doch es gibt auch Anzeichen, die erst auf den zweiten Blick sichtbar sind.

So können Sie vorratsschädigende Motten in Lebensmitteln erkennen:

  • Feine Fäden und Gespinste in den Vorräten.
  • Klümpchen-Bildung an der Oberfläche von pulverartigen Lebensmitteln (Mehl, Kakao, Saucenbinder).
  • Überreste von Kot.
  • Hinterlassene Kokons und Häute.
  • Kriechende Mottenlarven an der Oberfläche oder am Verpackungsrand.
  • Angefressene Plastikverpackungen.

Das sind die Anzeichen für materialschädigende Motten in der Wohnung:

  • In stillen Winkeln finden sich winzig kleine Mottenmaden.
  • Feine Röhrchen, in denen die Larven eingesponnen sind.
  • Größere Kokons, in denen die Puppen liegen und sich von der Raupe zum Falter verwandeln.

 

Woher kommen die Motten überhaupt?

Schädlingsbefall wird nach wie vor tabuisiert. Kein Wunder, schließlich vermuten viele Menschen nach wie vor, dass Motten auf eine mangelnde Hygiene und ungenügende Sauberkeit zurückgehen. Doch dem ist nicht immer so.

So finden Kleidermotten, Pelzmotten oder Teppichmotten den Weg ins Haus

kleidermottenraupe

Materialschädigende Motten sind in der Abenddämmerung aktiv. Sie folgen dem Licht und schlüpfen durch gekippte Fenster oder offene Türen hinein. Es ist aber nicht ausgeschlossen, bereits befallene Textilien von außerhalb mit nach Hause zu bringen. Insbesondere von Flohmärkten, aus Second-Hand-Läden oder sogar aus normalen Geschäften können Textilmotten unwissend nach Hause importiert werden. Im Haus angekommen suchen sie sich eine ruhige Ecke und legen neue Motteneier ab.

Übrigens: Wer ein Kleidermotten-Nest finden möchte, sollte sich mit einer Taschenlampe auf die Suche machen. Die Motten leben versteckt in dunklen Ritzen, hinter Schränken oder Zwischenböden.

Auf diesem Weg kommen die Schädlinge in Ihre Küche

Lebensmittelmotten können nicht besonders gut fliegen. Sie werden über befallene Nährmittel vom Supermarkt aus direkt nach Hause eingeschleppt. Das Mottennest könnte sich versteckt in einer Packung Toastbrot, Reis oder Nudeln befinden. In der Küche angekommen breiten sich die Motten allmählich aus.

 

Wie ist der Lebenszyklus der Tiere?

Wer den Mottenbefall beenden möchte, macht sich meist auf die Suche nach dem Ursprung der Plage. Wissen muss man, dass die Motten ihre Eier großflächig in Ritzen, schmale Winkeln und verborgene Ecken ablegen. So kann das Nest der Lebensmittelmotte bis zu 300 Eier aufweisen, ist aber meist schwer zu finden. Innerhalb weniger Tage können mehrere Nester angelegt werden. Aus den Eiern der Motte schlüpfen nach wenigen Tagen kleine Larven. Sie sind extrem gefräßig. Innerhalb kurzer Zeit wachsen sie bis auf 15 Millimeter Körpergröße an. Trotzdem sind sie für das menschliche Auge meist leicht zu übersehen.

Sind die Mottenlarven groß genug, beginnt der Verpuppungsprozess. Nun spinnen sich die Maden in feine Gespinströhrchen hinein. Weil die Raupe weiter wächst, müssen innerhalb von 30 Tagen mehrere dieser Röhren gebaut werden. Am Ende schlüpft eine geschlechtsreife Motte aus dem Gespinst. Der Falter ist paarungsbereit. Er frisst nicht, sondern ist nur dafür da, ein neues Lebensmittelmotten-Nest anzulegen. Zu diesem Zweck flattert er umher und sucht nach friedlichen Ecken. Dort legt er die Eier ab. Ein neuer Lebenszyklus beginnt.

 

Was begünstigt den Befall mit Motten?

Gewisse Dinge ziehen die Schädlinge regelrecht an. Wer Motten loswerden möchte, sollte wissen, wo sie sich bevorzugt aufhalten.

Was fressen Lebensmittelmotten genau?

Im Grunde favorisieren Motten Lebensmittel, in denen viele Kohlenhydrate stecken. So bevorzugt die Mehlmotte entweder gemahlenes Mehl, macht aber auch vor allen weiteren Mehlprodukten und Körnern (Maiscracker, Reiswaffeln, Roggenbrot, Hirse, Quinoa, usw.) nicht Halt. Auch jegliche Arten von Backwaren (Brötchen, Muffins, Toast, Kuchenboden, Plätzchen) sind bei Motten beliebt. In seltenen Fällen ist sie sogar auf Obst und Gemüse zu finden.

In vielen Küchen dominiert die Dörrobstmotte. Sie frisst alle Arten von Getreide (Brot, Müsli, jegliche Mehlsorgen, sogar Hunde- oder Vogelfutter) sowie Kakao, Nüsse, Kaffee, Nudeln, Gewürze, Tee oder Früchte. Noch gefräßiger ist der Mehlzünsler. Diese Motte fühlt sich überall wohl und befällt alle Vorräte gleichermaßen. Selbst Plastik oder Schimmelpilze schrecken den Schädling nicht ab. Der Mehlzünsler ist ein Allesfresser.

Was fressen Kleidermotten, Pelzmotten und Teppichmotten?

Diese Schädlinge schwirren im Haus herum und suchen sich gezielt textile Produkte aus keratinhaltigen Rohstoffen heraus. Insbesondere natürliche Materialien sind für die Tiere gut verdaulich. Deshalb bevorzugen Kleidermotten hochwertige Wollarten (Schafs-, Lamm-, Merinowolle, Angora, Kaschmir, Kamelhaar, Filz oder Lodenstoffe) oder Bekleidung aus Seide. Stoffe aus Baumwolle sind für Motten nur zweite Wahl.

Pelzmotten haben sich auf den Befall von Produkten aus Tierhaaren spezialisiert. Dank ihrer unscheinbaren Flügelfarbe fallen die kleinen Falter in einem dichten Pelzmantel kaum auf. Pelzmotten können sich aber auch für das Innere einer Matratze interessieren, wenn hier etwa eine Schicht aus Kamelhaar eingearbeitet wurde.

Teppichmotten hingegen besetzen Teppiche und sonstige Bezugsstoffe. Sie hinterlassen die typischen Mottenlöcher in der Rückwand eines Sofas oder an Kissen. Auch durchlöcherte Tischdecken, Gardinen, Bettwäsche oder Handtücher können auf ihr Konto gehen.

Vorbeugende Maßnahmen – Wie kann man sich vor Motten schützen?

Oft Staubsaugen: Um es den Motten in Küche, Schlafzimmer oder Wohnzimmer ungemütlich zu machen, hilft zunächst einmal gründliches und regelmäßiges Staubsaugen. Insbesondere die Ecken, Winkel und Unterseiten von Fußleisten, Schränken und Kommoden sollten regelmäßig abgesaugt werden, um etwaige Motteneier zu entfernen.

Alle Räume lüften: Weil die Tiere es gerne schön ruhig und mollig warm mögen, sollten alle Zimmer immer wieder kräftig gelüftet werden. Auf diesem Weg lässt sich eine drohende Mottenplage zwar nicht verhindern, jedoch eindämmen. Um Motten im Kleiderschrank aufzuschrecken, könnte ein Ventilator regelmäßig vor die geöffneten Türen gestellt werden.

Feucht wischen: Auch sollten alle bevorzugten Ruhestätten regelmäßig ausgewaschen und gereinigt werden. Dazu zählen streng genommen auch die Rückseiten von Schränken oder die Schubladeninnenseiten. Je unruhiger es in der Umgebung ist, desto weniger Tiere legen ihre Eier ab. Nach dem Wischen die Flächen gründlich trocknen lassen.

Garderobe zügig waschen: Um Motten in der Kleidung zu verhindern, sollten getragene Textilien nicht allzu lange gesammelt, sondern rasch gewaschen werden. Rückstände von Schweiß und Hautschuppen ziehen Motten nämlich regelrecht an.

Mehr Prophylaxe, um der Motte keine Chance zu geben

Nischen föhnen: Massive Wärme irritiert die Tiere. Wer Motten vorbeugen möchte, sollte schwer zugängliche Bereiche immer mal wieder mit einem Föhn heiß anpusten.

Einkäufe kontrollieren: Grundsätzlich sollten alle Käufe auf einen Schädlingsbefall hin untersucht werden. Dazu zählen Lebensmittel, Bekleidung, Dekoration, Möbel oder sonstige Dinge, die nach Hause befördert werden. Auch die jeweilige Verpackung (Pappkartons) sollte kontrolliert werden.

Altpapier entfernen: Oft verstecken sich die Larven in Verpackungen aus Karton. Deshalb sollten Papierabfälle nicht daheim, sondern eher in Keller oder Garage gesammelt werden.

Fliegengitter: Große wie kleine Motten lassen sich zuverlässig aussperren, wenn Fenster und Türen mit fest schließenden Fliegengittern abgeriegelt sind. So lässt sich insbesondere der Befall mit materialschädigenden Kleider- oder Teppichmotten von vorne herein vorbeugen.

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Richtiges Lagern: Bekleidungsstücke, die längere Zeit nicht benötigt werden, sollte man zunächst heiß waschen. Nach dem Trocknen alle Textilien in undurchlässige Beutel oder Kisten aus Kunststoff räumen und die Behälter fest verschließen.

Lebensmittel verschließen: Um Lebensmittelmotten gar nicht erst einzuladen, sollten alle Vorräte gründlich verschlossen werden. Als zuverlässiger Mottenschutz dienen dicht schließende Vorratsgläser oder Behälter aus Hartplastik, Metall oder Keramik. Dünne Folienverpackungen aus Kunststoff oder Aluminium stellen für Motten kein Hindernis dar – solche Verpackungen werden mit dem Kauwerkzeug einfach durchbohrt.

 

Welche Hausmittel helfen gegen Motten?

gespinstmotten gewebter kokon
Gewebter Kokon von Gespinstmotten

Zeigen sich doch einmal Motten in der Küche oder im Schlafzimmer, muss gehandelt werden. Es gibt vielfältige Hilfsmittel, mit denen ein erster Befall von Motten eingedämmt werden kann. Die Maßnahmen sind ungiftig und dürfen sorglos in Küche oder Kinderzimmer ausprobiert werden. Um große Populationen an Motten zu bekämpfen sind Hausmittel jedoch nicht immer geeignet.

Lavendelkissen: Mit Blüten gefüllte Kissen gibt es fertig portioniert zu kaufen. Sie verströmen einen prägnanten Duft und werden zwischen die Wäschestücke im Kleiderschrank gelegt. Lavendel gegen Motten gilt als sanftes Hausmittel und ist absolut ungiftig. Menschen mit einer Allergie gegen Lippenblütler müssen allerdings aufpassen.

Essigwasser: Die Essigsäure dringt in die Kokons der Motteneier ein und weicht diese auf. Die Larve stirbt ab. Dafür muss die befallene Kleidung für rund 12 Stunden in Essigwasser eingelegt werden (Verhältnis 1:1). Danach alles gründlich waschen.

Zedernringe: Sie duften nach dem harzigen Holz und gelten als biologisch unbedenkliches Hausmittel gegen Motten. Um den Duft zu intensivieren, müssen die Ringe immer mal wieder mit Schmirgelpapier abgerieben werden.

Ätherische Öle: Dafür werden täglich stark riechende Öle auf einen Duftstein geträufelt, der dann in den von Motten befallenen Schrank gelegt wird. Der Duft soll die Tiere bei der Eiablage behindern. Zum Vertreiben eignen sich Eukalyptus-, Lorbeer-, Nelken-, Pfefferminze-, Thymian- oder Rosmarinöl. Eine solche „Aromatherapie“ gilt als ungefährliches Hausmittel – bringt aber nicht immer den gewünschten Erfolg mit sich.

 

Noch mehr Tipps zur Schädlingsbekämpfung auf natürlichem Wege

Einfrieren: Befallene Textilien sollten sicherheitshalber eine Woche lang ins Gefrierfach gelegt werden. Die Kälte tötet ausgewachsene Motten wie deren Eier zuverlässig ab. Danach alles in der Maschine waschen. Betroffene Matratzen oder Teppiche können in den Wintermonaten bei Minustemperaturen im Freien auslüften.

Textilien ausklopfen: Insbesondere Motten im Teppich sollen durch das regelmäßige Abklopfen an der Eiablage gehindert werden. Spezielle Staubsauger imitieren das Schlagen und sollen den Teppich auf diesem Weg auch von Milben befreien können (Staubsauger mit Klopffunktion).

Trockner: Wer Kleidermotten bekämpfen möchte, könnte die Textilien auch in den Heißlufttrockner legen. Bei mindestens 45 Grad Celsius sollten die Kleidungsstücke rund 30 Minuten lang erhitzt werden. Danach die Kleidung nochmals heiß waschen, um Kot sowie abgetötete Eier und Tiere zu entfernen.

Sonneneinstrahlung: Pelze, hochwertige Textilien und Teppiche sollten in den Sommermonaten immer mal wieder in die Sonne gelegt werden. Das grelle Licht dringt durch alle Fasern und trocknet die Motteneier regelrecht aus. Danach alles gut ausklopfen.

 

Gibt es wirksame Mittel gegen Motten, die unbedenklich sind?

Bei einem ausgeprägten Schädlingsbefall helfen Hausmittel nicht mehr weiter. Wer die Motten bekämpfen, aber keine Chemie einsetzen möchte, sollte auf diese natürliche Art der Schädlingsbekämpfung setzen:

Pheromon-Falle: Dabei wird eine geleimte Pappkarte in den betroffenen Schrank gestellt. Im Inneren der Karte befindet sich der applizierte Sexuallockstoff. Die männlichen Motten fühlen sich von dem Hormon angezogen und fliegen auf die Karte. Nun bleiben sie an der klebrigen Innenseite der Mottenfalle kleben. Weil sie keine Weibchen mehr befruchten können, geht die Population allmählich ein. Solche klebenden Mottenfallen gibt es für Kleidermotten wie für Lebensmittelmotten. Nachteil der Klebefalle ist, dass sie unter Umständen externe männliche Motten regelrecht anziehen könnte. Chemiefreie Mottenfallen finden Sie hier*.

Niem-Extrakt: Das natürliche Insektizid wird aus den Blättern des Neem- (oder Niem-)Baumes gewonnen. Es ist unbedenklich für Menschen. Die Substanz blockiert den Entwicklungszyklus von Motten und hemmt so deren Fortpflanzungsdrang. Wer Lebensmittelmotten loswerden möchte, muss hingegen auf andere Mittel zurückgreifen, denn Neem hilft nur gegen Kleidermotten.

 

Es gibt auch Nützlinge zur Bekämpfung der Motte

Schlupfwespen gegen Motten: Eine immer beliebtere Methode zur Mottenbekämpfung sind Schlupfwespen. Sie gelten als natürliche Feinde von Motten und sind für Menschen und Haustiere absolut unbedenklich. Dabei handelt es sich um winzig kleine „Hautflügler“, die mit bloßem Auge kaum sichtbar sind. Sie werden als Kolonie von mehreren hundert Tieren in dem betroffenen Raum ausgebracht. Für den Menschen ist die Anwesenheit dieser Tiere nicht spürbar.

schlupfwespe gegen motten
gelbe Schlupfwespe

Die Schlupfwespen suchen nun gezielt nach den Nestern der Motten. In die Eier injizieren sie ihren eigenen Nachwuchs. Die Mottenlarve stirbt ab und wird von der Schlupfwespe verzehrt. Aus dem Mottenei schlüpft also keine neue Motte, sondern eine junge Schlupfwespe. Diese begibt sich wiederum auf die Jagd nach einem frischen Mottennest. Wenn alle Motteneier quasi erlegt sind, sterben die Schlupfwespen wiederum aus. Es gibt viele verschiedene Arten von Schlupfwespen*, die gegen Motten wirken.

Schlupfwespen gegen Kleidermotten

Beliebt ist insbesondere die Gattung Trichogramma evanescens. Sie findet auch in den engsten Ritzen des Kleiderschrankes die lästigen Motteneier und injiziert den eigenen Nachwuchs hinein. Wer große Räume von umherschwirrenden Motten befreien möchte, könnte auf die Sorte Habrobracon hebetor vertrauen. Diese Tiere sind bekannt dafür, größere Areale nach Nestern abzusuchen.

Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten

Hier leistet wieder die Schlupfwespenart Trichogramma evanescens gute Dienste. Diese Gattung befällt wahllos die Eier von Dörrobstmotten, Mehlmotten und Mehlzünsler. Lebensmittelmotten und Schlupfwespen können sich kein gemeinsames Lebensumfeld teilen – die Motten sterben aus.

Wo kann man Schlupfwespen kaufen?

Viele Schädlingsbekämpfer haben sich auf die Zucht von Schlupfwespen gegen Motten spezialisiert und versenden diese an Privathaushalte. Einige gute Anbieter haben wir im Bereich Schlupfwespen kaufen für Sie zusammengetragen. Weil meist drei bis vier Karten bzw. Schlupfwespen-Kolonien ausgebracht werden müssen, bieten manche Händler mehrwöchige Pakete an.

Dadurch werden die Schlupfwespen im richtigen Turnus geliefert und können ihre Arbeit bis zur endgültigen Vernichtung aller Motten fortsetzen. Motten können sich überall aufhalten und breiten sich ungehindert immer weiter aus. Es ist daher sinnvoll, nicht nur in Küche und Ankleidezimmer die Schlupfwespen auszubringen, sondern auch im eigenen Auto. So lässt sich eine Neubesiedlung der Einkäufe während des Transportes eher verhindern.

Gut zu wissen: Viele Menschen suchen nach einer Möglichkeit, um Trauermücken zu bekämpfen. Diese Schädlinge kommen, ebenso wie der Messingkäfer oder die Weiße Fliege, überwiegend im Garten vor. Das Gute: Trauermücken gehören zwar nicht zur Familie der Motten, lassen sich aber ebenfalls prima mit Schlupfwespen bekämpfen.

 

Chemische Alternativen – Was hilft gegen Motten?

Elektrostecker: Die kleinen Geräte werden in eine Steckdose gesteckt und verbreiten (niedrig dosiert) chemisch wirkende Substanzen (z.B. Prallethrin, Empenthrin oder Cypermethrin). Die Ausdünstungen wirken auf das Nervensystem der Motten ein. Solche Mottenbekämpfungsmittel sind stark umstritten.

Sie werden in der Umgebungsluft zwar schnell abgebaut und sollen für den Menschen nicht schädlich sein, trotzdem möchten viele Betroffene sie lieber nicht in ihrem Zuhause haben.

mottenpapier pheromonfalle
Mottenpapier – Pheromonfalle

Mottenpapier: Die geruchlosen Papierstreifen werden in Kleiderschrank, Garderobe und Kommode zwischen die Kleidungsstücke gelegt. Sie sind mit einem Insektizid versehen, welches das Nervensystem der Motten (Kleidermotten, Pelzmotten und Teppichkäfer) angreift.

Die Streifen oder Karten helfen zuverlässig gegen Motten und müssen alle paar Monate ausgetauscht werden. Die Oberflächen sollen mit der menschlichen Haut nicht in Kontakt kommen.

Sprays: Wer bei sich zuhause Motten im Schrank vorfindet, greift oft intuitiv zur Sprühflasche. In dem Nebel sind handelsübliche Insektizide enthalten, welche die Motten umgehend lähmen und töten.

Damit lassen sich zwar einzelne Tiere wirksam bekämpfen, die Eier und Nester der Motten erreicht der Sprühnebel aber nicht immer. Der Dunst darf keinesfalls eingeatmet werden. Nach 20 Minuten muss der Bereich gründlich gelüftet werden.

Eine gute Übersicht zu den Risiken und Möglichkeiten einer chemischen Bekämpfung von Schädlingen ganz allgemein bietet das Umweltbundesamt. Auf der Seite werden auch umweltfreundliche Alternativen aufgezeigt.

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Traditionelle Schädlingsbekämpfung gegen Motten

Nicht nur Industrie und Handel, sondern auch immer mehr Privathaushalte setzen auf die Kompetenz eines Schädlingsbekämpfers gegen Motten. Dieser könnte mit einer gründlichen Verneblung arbeiten, um auch fern abgelegte Motteneier in Ritzen und Ecken zu erreichen.

Die Tiere sterben dann kollektiv ab. Danach ist es oft notwendig, alle Lebensmittel zu entsorgen und Textilien, Möbel und Bezugsstoffe gründlich zu reinigen. Manche Kammerjäger setzen aber auch auf die Kompetenz der Schlupfwespen und bieten eine quasi biologisch unbedenkliche Vernichtung von Motten an.

Meist sind mehrere Einsätze innerhalb der folgenden Wochen nötig. Zur Kontrolle wird der Profi anschließend eine Karte mit dem speziellen Hormonlockstoff für Motten aufstellen. Die Pheromonfallen* werden regelmäßig kontrolliert. Wenn sich keine neuen Schädlinge mehr auf der Karte verfangen, ist die Arbeit getan.

TIPP: Seriöse Schädlingsbekämpfer weisen eine Prüfurkunde der Industrie- und Handelskammer (IHK) vor oder besitzen einen entsprechenden Sachkundenachweis.